Kleine Patienten in großer Not

Pforzheimer Zeitung vom 10. Februar 2010

Tag der Kinderhospizarbeit: Beistand für todkranke Kinder gibt es jetzt auch bei uns.

PZ_Kinder_20100210Heute ist der Tag der Kinderhospizarbeit. Die Menschen, die für so einen Dienst arbeiten, helfen Familien, deren Kind krank ist. Jeder weiß ja, wie unangenehm es ist, wenn man das Bett nicht verlassen kann und einem alles weh tut.

Die meisten Kinder sind zum Glück bald wieder gesund und können wieder spielen und ihre Freunde sehen. Manche Kinder aber sind ganz lange krank und werden einfach nicht wieder gesund. Sie müssen im Bett bleiben und vielleicht gefüttert und getragen werden, weil sie sehr schwach sind. Ihre Eltern und Geschwister machen sich große Sorgen und brauchen manchmal auch Hilfe: Genau dafür sind dann Menschen da, die für einen Hospizdienst arbeiten. Sie kommen zu der Familie nach Hause und helfen mit, wo immer sie gebraucht werden. Für Pforzheim und den Enzkreis gibt es jetzt auch so einen Kinderhospizdienst. 14 Männer und Frauen hören sich die Sorgen und Probleme der Familie an, spielen mit den Geschwistern und kümmern sich um das kranke Kind. Heute wird an ihre Arbeit und die ihrer Kollegen in ganz Deutschland erinnert, denn seit 2005 ist am 10. Februar der Tag der Kinderhospizarbeit. Seit fünf Jahren gibt es diesen Tag, an dem man daran denken soll, welche Arbeit Mitarbeiter von Kindershospizen leisten.

Der Dienst in Pforzheim und dem Enzkreis heißt „Sterneninsel“. Er gehört Zum Hospizdienst westlicher Enzkreis, den es schon länger gibt und der vor allem kranke Erwachsene begleitet. Weil Kinder aber ganz andere Gedanken und Gefühle zu Krankheit und Tod haben, empfanden es die Kinderkrankenschwester Anglika Miko und ihre Kollegin als nötig, einen eigenen ambulanten Dienst nur für Kinder einzurichten. Bis August werden die zwölf Frauen und zwei Männer von den bieden Kinderkrankenschwestern noch ausgebildet, erst dann werden sie ihre ersten Einsätze annehmen können.

Damit die Familien von kranken Kindern einfach den Kontakt zum Hospizdienst aufnehmen können, liegen Infohefte bei Kinderärzten, im Krankenhaus und anderen Stellen aus.