Vorfreude auf ein Vorzeige-Projekt

Pforzheimer Zeitung vom 16. September 2016

Familienherberge Lebensweg feiert Richt- und Sommerfest.
Noch aber ist es ein weiter Weg bis zur Eröffnung.

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Stolz auf das bislang erreichte: Karin Eckstein, die Initiatorin der Familienherberge Lebensweg.

Eine Bildergalerie zum Thema im Internet unter www.pz-news.de

Dass diese Veranstaltung außergewöhnlich sein würde, zeigte schon die Zahl der Einladungen, die im Vorfeld versandt worden sind: mehr als 1500. Es zeigte sich aber auch daran, wer alles gekommen war an Ehrengästen – und es wurde erst recht deutlich, wenn man bedenkt, weshalb ein Richt- und Sommerfest derart viele Menschen anlockte – aufgrund des guten Zwecks nämlich. Denn das, was am Ortsrand von Schützingen dieser Tage gefeiert wurde, ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Familienherberge Lebensweg, jener Einrichtung, die es schwerstkranken Kindern und ihren Angehörigen in Zukunft ermöglichen möchte, eine Auszeit vom belastenden Alltag zu finden (PZ berichtete).

„Es ist eine Gänsehautphase für uns alle“, sagte Karin Eckstein, die Initiatorin und Geschäftsführerin der Familienherberge Lebensweg und betonte, die Dimensionen des gesamten Projekts würden einem nun, da die Gebäude im Rohbau stehen, erst richtig bewusst. Die 52-Jährige war im Jahr 2012 mit ihrer Idee an die Öffentlichkeit getreten und hat seitdem gemeinsam mit zahlreichen Helfern und Unterstützern bereits sehr viel erreicht. „Doch noch ist es ein langer Weg“, sagt Eckstein. Von den rund drei Millionen Euro Gesamtkosten hat man bislang rund die Hälfte über Spenden beisammen, die Zahl der Unterstützer wachse zudem in erfreulichem Tempo. „Dennoch wird es eine Herausforderung, gerade in den ersten zwei, drei Jahren, den laufenden Betrieb zu finanzieren“, so Eckstein.

Haben das Projekt vorgestellt: Jürgen Müller (Geschäftsführer Kindervilla Dorothee), Künstler Thomas Knodel, Bürgermeister Harald Eiberger, Sozialdezernentin Katja Kreeb, Moderator Thomas Brockmann, Lebensweg-Botschafter und Star-Tenor Jay Alexander, Architekt Andreas Kiefner, Beiratsmitglied Klaus Jost, ördervereinsvorsitzender Stefan Weber sowie Sandra Baumann, Mutter eines betroffenen Kindes (von links).
Haben das Projekt vorgestellt: Jürgen Müller (Geschäftsführer Kindervilla Dorothee), Künstler Thomas Knodel, Bürgermeister
Harald Eiberger, Sozialdezernentin Katja Kreeb, Moderator Thomas Brockmann, Lebensweg-Botschafter und Star-Tenor
Jay Alexander, Architekt Andreas Kiefner, Beiratsmitglied Klaus Jost, ördervereinsvorsitzender Stefan Weber sowie Sandra Baumann, Mutter eines betroffenen Kindes (von links).

Doch bis dahin muss zunächst der Innenausbau der verschiedenen Gebäude abgeschlossen sein. „Wenn alles gut läuft, können wir voraussichtlich Ende kommenden Jahres Eröffnung feiern“, hofft Karin Eckstein.

Zimmermann Michael Bschlangaul (mit Glas) brachte nicht nur den Richtspruch aus, sondern trank auch den ersten Schluck auf das neue Gebäude.
Zimmermann Michael Bschlangaul (mit
Glas) brachte nicht nur den Richtspruch
aus, sondern trank auch den ersten Schluck auf das neue Gebäude.

Bislang, so die gelernte Kinderkrankenschwester, habe man jedoch stets das Glück auf seiner Seite gehabt – und, so ist die 52- Jährige überzeugt – auch Gottes schützende Hand: „Als gläubiger Mensch vertraue ich darauf.“ Unbestritten sehr gut hat es der liebe Gott jedenfalls am vergangenen Freitag in Sachen Wetter zum Richt- und Sommerfest gemeint. Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen konnten sich mehrere Hundert Interessierte ein Bild von den Dimensionen der Familienherberge machen, mit Verantwortlichen ins Gespräch kommen und sich umfassend informieren, was am Schützinger Ortsrand entsteht. Dieser ausgiebig gefeierte Meilenstein, da waren sich alle Anwesenden einig, soll jedenfalls nicht der letzte im Zusammenhang mit der Familienherberge gewesen sein.

Weitere Informationen unter www.familien-herbergelebensweg.de

MAXIMILIAN LUTZ | ILLINGEN-SCHÜTZINGEN