Kunstvoller Abend für todkranke Kinder

Pforzheimer Zeitung vom 12. Februar 2018

  • Großes Benefizkonzert zugunsten des Kinder- und Jugendhospizdienstes.
  • Sänger, Tänzer und andere Künstler engagieren sich für die Sterneninsel.
Das Männerensemble 6für4 (Chorgemeinschaft Niefern) bringt die Zuschauer im Ameliussaal in Niefern mit seiner Darbietung
zum Lachen – und zum Spenden für den Kinder- und Jugendhospizdienst Pforzheim und Enzkreis. FOTO: TILO KELLER

Die Benefiz-Veranstaltung zugunsten der Sterneninsel, dem Kinder- und Jugendhospizdienst Pforzheim und Enzkreis, hat am Samstagabend zahlreiche Besucher in den Ameliussaal nach Niefern gelockt. Eine ganze Reihe von Künstlern hat mit Musik, Gesang, Tanz und Akrobatik für ein besonders abwechslungsreiches Programm gesorgt. Die Veranstalterinnen Monika Erol und Evelina Bott, auch bekannt als Duetto Classico, eröffneten den Abend mit dem Gesangsbeitrag „Gabriellas Song“. „Ich bin begeistert, wie viele Menschen unserem Aufruf gefolgt sind“, freute sich Erol über die vielen Besucher, darunter auch Bürgermeisterin Birgit Förster und Jürgen Hörstmann, Vorsitzender der Sterneninsel.

Bei der kurzen Vorstellung des Vereins freute sich dieser über den Erfolg des Abends. Dass so viele Gäste gekommen sind, sah er auch als Zeichen der Solidarität zu den betroffenen Familien. Mit klassischem Ballett der Schüler des Bal- D lettzentrums am Theater Pforzheim unter der Leitung von Elsa Genova setzte sich das Abendprogramm fort. Neben den anmutigen Tänzerinnen kamen auch Sterneninselkinder auf die Bühne, die mit Genova einen frechen „Hip Hop Street Dance“ einstudiert hatten. Elegant wiegende Hüften zeigten die orientalischen Tanzgruppen der Mu-sikschule Glock unter Leitung von Dr. Jelena Bock. Eine etwas andere Form der Bewegung präsentierte Simon Schatz vom Zirkus Globulini, der mit einer rasanten Diaboloshow das Publikum begeisterte. Atemberaubend und besonders schön anzusehen: die artistischen Beiträge seiner Zirkuskollegen Liz Becker mit ihrem Hula-Hoop-Reifen, Lovis Zeffner mit einer Keulenjonglage und Jeffrey Rose mit der Leucht-Poi-Jonglage. Vielfältig waren auch die musikalischen Beiträge. Der Pusch-Chor trat unter der Leitung von Miram Kurrle auf und spannte den Bogen vom gefühlvollen „My Heart will go on“, bis hin zum schwungvollen „It’s raining man“. Sopranistin Kurrle nahm das Publikum mit einer Arie aus der Oper Tosca ein. Von Wolfgang Hampl, ihrem Begleiter am Piano, gab es zusätzlich eine Eigenkomposition auf dem Klavier.

Evelina Bott riss die Zuhörer unter anderem mit dem Lied „Ich lass los“ aus dem Kinohit „Die Eiskönigin“ mit. Ihre Gesangskollegin Monika Erol präsentierte in Pianobegleitung von Natascha Stelzer „In the Arms of an Angel“ aus dem Film „Stadt der Engel“. Ganz andere Musik hatte Liedermacher Roland Bliesener dabei, der mit seinen Texten auch zum Nachdenken anregte.

Rhythmus für den guten Zweck

Rhythmisch alles im Griff hatten die Musiker von Los Trommlos unter der Leitung von Ulli Baral. Musik, kombiniert mit Tanz und Kampfkunst, zeigte die Gruppe von Jogo da Capoeira Pforzheim. Die Akteure ließen das Publikum kräftig mitklatschen und sogar singen. Humorvoll wurde es mit dem Männerensemble 6für4 mit Chorleiter Jürgen Huttenlocher, das im Liederreigen auch über ein völlig missglücktes Rendevous sang und damit das Publikum heftig zum Lachen brachte. In der Pause sorgte die Thomas-H-Band für beste Unterhaltung, sodass das gut gelaunte Publikum großzügig die Spendenkasse für die Sterneninsel füllte.